1. und 2. Lauf in Heideck, 18./19. April 2026

Text von Werner Corßen

 

 

Im April fanden beim MSC Jura Heideck die ersten beiden Läufe des D-Cups der Saison 2026 statt. Heideck, eine kleine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Roth, liegt reizvoll zwischen Rothsee und Brombachsee im Fränkischen Seenland und bot damit erneut einen würdigen Rahmen für den Saisonauftakt.

 

Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Gedenkens an Gerhard Piegler, der den MSC Jura Heideck und den Trialsport über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat. Gerhard Piegler trat am 1. März 1975 dem MSC Jura Heideck bei. Bereits ein Jahr später wurde er von der Mitgliederversammlung zum Schriftführer gewählt und übte dieses Amt bis 1978 aus, ehe er zum 2. Vorstand ernannt wurde.

 

Sein außergewöhnliches Engagement setzte sich über viele Jahrzehnte fort: Von 1989 bis 2024 leitete Gerhard Piegler den Verein insgesamt 35 Jahre lang als 1. Vorsitzender und machte den MSC Jura Heideck weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt. Ihm ist es auch zu verdanken, dass auf dem Clubgelände regelmäßig D-Cup-Trials ausgetragen werden.

 

Auch persönlich bleibt Gerhard vielen in besonderer Erinnerung. Als ich meine Tätigkeit im Vorstand der DTSG aufnahm, hat er mir den Einstieg in die Vorstandsarbeit spürbar erleichtert. Bereits im ersten Telefonat führte er mich mit großer Offenheit und Hilfsbereitschaft in die Abläufe des Club- und Breitensports sowie in die Strukturen von DMSB, DMV und weiteren Organisationen ein.

Nun zur Trial-Veranstaltung. Es trafen sich über 60 Teilnehmer zur Veranstaltung in Liebenstadt. Die Wetterprognosen hatten typisches Aprilwetter mit Regen insbesondere für den Sonntag angekündigt. Abgesehen von einem kurzen Schauer am Sonntagmorgen blieb es jedoch trocken. Bei angenehmen Temperaturen herrschten somit an beiden Tagen ideale Voraussetzungen für den Wettbewerb.

Das Trialgelände in Liebenstadt bot erneut beste Rahmenbedingungen. Der Fußballplatz diente als großzügiges Fahrerlager und stellte ausreichend Stellflächen für Wohnmobile und Wohnwagen der Teilnehmer zur Verfügung.

An beiden Veranstaltungstagen waren jeweils zehn Sektionen vorbereitet. Sieben befanden sich auf dem Vereinsgelände, drei weitere im angrenzenden Wald. Die rund 1,5 Kilometer lange Verbindungsstrecke wurde von der Freiwilligen Feuerwehr abgesichert.

Dank des Engagements zahlreicher Mitglieder des MSC als Sektionsbauer entstanden abwechslungsreiche Sektionen mit unterschiedlichen Anforderungen. Gefordert waren nahezu alle fahrtechnischen Grundlagen des Trialsports. 

In der gelben Spur stellte beispielsweise die zweite Sektion mit einer bergauf führenden Kehre und anschließender Schräghangpassage eine besondere Herausforderung dar. Für die Fahrer der weißen Spur erwies sich die dritte Sektion mit einem Betonblock sowie einer anschließenden Links-Rechts-Kombination inklusive Stufe als entscheidender Knackpunkt.

Bei den Fahrern der blauen Spur sorgte am Sonntag eine schräg anzufahrende hohe Betonkante in Sektion zwei für erhöhten Schwierigkeitsgrad und einige Diskussionen. 

Auch Sektion sieben entwickelte sich zu einer Schlüsselstelle: Eine hohe Stufe in der Einfahrt sowie mehrere Schwellen in der Ausfahrt führten insbesondere in den höheren Spuren zu zahlreichen Strafpunkten und machten die Sektion zur Entscheidungssektion des Wochenendes.

Die Waldsektionen außerhalb des Trainingsgeländes präsentierten sich erneut von ihrer besten Seite. Der griffige Waldboden und die natürliche Streckenführung wurden von den Teilnehmern sehr geschätzt.

Sportlich bot die Veranstaltung spannende Wettkämpfe. In Klasse 1 lieferten sich Oliver Wirdel auf seiner BSA B40 und Peter Mohr auf der Triumph Tiger Cub ein enges Duell. Am Samstag setzte sich Oliver Wirdel mit nur einem Strafpunkt Vorsprung durch. Am Sonntag konnte Peter Mohr den Spieß umdrehen und gewann mit lediglich einer Fünf, während Oliver Wirdel neun Strafpunkte verzeichnete.

Die Klasse 2 wurde von Paul Focking dominiert. Mit nur drei Fehlerpunkten am Samstag und einer fehlerfreien Leistung am Sonntag unterstrich er eindrucksvoll seine Klasse. Bemerkenswert war auch die Leistung von Bernd Sattler auf BMW. Nach einem Rückstand auf Volker Richter am ersten Tag verbesserte er sich am Sonntag auf den zweiten Platz.

Hart umkämpft war an beiden Tagen die Klasse 6/11 „Luftgekühlt Experten“. Zwar konnte Uwe Liebig beide Tageswertungen für sich entscheiden, doch Peter Suk, Ludwig Brei und Tobias Schmidt folgten jeweils mit geringem Abstand und sorgten für einen spannenden Wettbewerb.

Bei der Siegerehrung wurden die Erstplatzierten mit Pokalen ausgezeichnet. Alle Teilnehmer erhielten zudem eine Dose hausgemachtes Bratwurstgehäck als Erinnerung an die Veranstaltung. Die Teilnehmerinnen durften sich über einen Blumenstrauß freuen.

Auch die Verpflegung ließ keine Wünsche offen. Fahrer, Helfer und Besucher wurden mit Schweinebraten und Knödeln, Steaks, Pommes frites, selbstgebackenem Kuchen sowie einem umfangreichen Getränkeangebot versorgt. Für zusätzliche Unterhaltung sorgte am Samstagabend Livemusik, die zu einer ausgezeichneten Stimmung beitrug.

Abschließend gilt der Dank allen Helfern, der Freiwilligen Feuerwehr, den Sektionsbauern sowie dem gesamten Serviceteam. Ohne ihren Einsatz wäre die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung nicht möglich gewesen.

Nach einer rundum gelungenen Veranstaltung freuen sich die Teilnehmer bereits auf ein Wiedersehen im Jahr 2028 auf dem Trialgelände des MSC Heideck in Liebenstadt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Corssen, Werner

Die Saison 2025 ist Geschichte....



Grußwort des DTSG-Vorstands

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Freundinnen und Freunde des Classic-Trials, mit dem Endlauf in Ölbronn geht eine spannende und sportlich faire Saison des Deutschland-Cup 2025 zu Ende.
Der Vorstand der Deutschen Trialsport Gemeinschaft (DTSG) bedankt sich herzlich bei allen Fahrerinnen und Fahrern, Helferinnen und Helfern, Punktrichtern, Veranstaltern und Unterstützern, die zum Gelingen dieser Saison beigetragen haben.

Euer Engagement, eure Begeisterung und die gute Gemeinschaft machen den D-Cup zu dem, was er ist – eine besondere Serie für den klassischen Trialsport.

Wir wünschen euch eine gute Winterpause, viel Spaß beim Schrauben, Planen und Trainieren – und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen in der Saison 2026!


Mit sportlichem Gruß
Der Vorstand der Deutschen Trialsport Gemeinschaft (DTSG)

Rückblick auf den D-Cup Flöha

Wetterprognose – naja!?

Text: Tom Stenker

Mitte August 2025, der D-Cup Lauf in Flöha stand an. Nach der gelungenen Premiere im letzten Jahr sollte es also eine Fortsetzung geben. Das Fahrerecho war ja auch sehr positiv ausgefallen und das tolle Wetter im letzten Jahr noch in guter Erinnerung. Die Wetterprognose in diesem Jahr sah etwas verhaltener aus. Etwas Regen sollte es am Samstag geben. Aber die Wetterberichte waren sich sehr uneinig, wann und wie viel Regen fallen soll.

Ich machte mich Samstag vormittags auf den Weg, um vor Ort Fotos zu machen. Auf der etwa einstündigen Fahrt nieselte es mal etwas aber in Frankenberg (letzte Stadt vor dem Vogeltal) schüttete es wie aus Eimern. 12°C zeigte das Autothermometer und ich hatte nur kurze Hosen an. Nach einer Viertelstunde war es auch erstmal vorbei und es wurde freundlicher.

Das Fahrerlager war gut gefüllt und manche testeten den nassen Untergrund auf seine Griffigkeit. 10 Sektionen in 3 Runden waren zu absolvieren. Alles war gut vorbereitet und pünktlich um 13:00 Uhr starteten die Teilnehmer in die zugewiesenen Sektionen. Der Regen hatte schon für Veränderung gesorgt, Schlammtrial war es aber keines. Schöne Spuren waren da gesteckt, anspruchsvoll, aber nicht gefährlich. Und dann nahmen sie ihren Lauf, die Erfolgserlebnisse, die kleinen und großen Missgeschicke. Wegrutschende Vorderräder, vergessene Benzinhähne, übersehene Pfeile brachten so manchen auf die Palme. Aber auch sehr viele feine Fahrten waren zu bestaunen. Die jahrzehntelange Erfahrung mancher Teilnehmer blitzte auf dem tückischen Untergrund auf. Über die vielen einstelligen Rundenergebnisse nach der ersten Runde habe ich gestaunt. Die Männer um Frank Borchers hatten also ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Sektionen bewiesen. Allerdings kam der Regen mehrfach am Nachmittag zurück und verschaffte dem Trial einen tollen Charakter. Alle waren recht froh, als die 3 Runden absolviert waren. Man konnte in viel zufrieden Gesichter schauen während der anschließenden Benzingespräche. 74 Fahrer hatten sich der Herausforderung am Samstag gestellt, bis auf einen kamen alle in Wertung ins Ziel.

Der Sonntag lief mit 72 Fahrer gleich zum Vortag ab.   

 

Interview mit Fahrtleiter Frank Borchers

Hallo Frank! Schön, dass ihr Euch wieder der Herausforderung gestellt habt eine solche Veranstaltung zu organisieren. Sag mal, wie viele Leute sind denn da involviert?

Antwort: Aus dem MC-Flöha und befreundeten Clubs sind viele fleißige Helfer an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt gewesen. Das Motorsportgelände und die Trial Sektionen werden gut erhalten. 10 Sportfreunde waren zum Sektionsbau anwesend. Fahrtbüro, Catering und der Auf- und Abbau der Veranstaltung liefen reibungslos. Danke an dieser Stelle an allen Helfer, auch besonders an die Punktrichter.

Frank, du bist ja nicht nur Fahrtleiter, sondern auch Teilnehmer und konntest letztes Jahr den D-Cup in Deiner Klasse gewinnen. Herzlichen Glückwunsch! Was motiviert Dich zu dem großen Engagement?

Antwort: Natürlich der Sport und das Interesse den Trialsport im „Osten“ zu repräsentieren. Einige Fahrer nutzten die Gelegenheit, um Land und Leute besser kennenzulernen. Das ist für mich schon von großer Bedeutung.

Warum ist Trial Deine Sportart geworden, was fasziniert Dich nach all den Jahren so daran?

Antwort: Ich hatte durch Zufall mit 16 Jahren Günter Ruttloff getroffen. Da wurde ich infiziert. Mit seiner Unterstützung gelang es mir bis 1990 eine intensive Zeit im Trialsport auszuleben. Heute genieße ich neben der sportlichen Betätigung die Treffen mit alten und neuen Sportfreunden in allen Regionen.

Können sich die Sportler denn auf eine Fortsetzung des D-Cup hier im Vogeltal freuen?

Antwort: Ich denke schon

Bild 1:  

Clemens Gellrich konnte mit einem 1. und 3. Platz in der Tageswertung die Meisterschaft in der Klasse Experten Pre 65 Zweitakt vorzeitig für sich entscheiden. 

Bild 2:
Uwe Liebig blendete die Verletzung vom Vorjahr aus und gewann in Klasse 6 am Samstag. 


Bild 3:
Frank Borchers stand als Fahrtleiter und Fahrer sicher auf den Rasten 


Bild 4:
Auch beim Classic Trial geht es zur Sache. Doppelsieg für Jürgen Schmidt Experten International 


Bild 5:
Fährt selten, aber dann ohne Strafpunkte! Manfred Uhlmann Klasse 2, 1. Platz am Sonntag 


Bild 6: 

Souverän auf BSA unterwegs. Oliver Wirdel - Sieger am Sonntag Klasse 1-Pre 65-Experten 

Rückblick auf den D-Cup Schönborn

Text: Werner Corßen

Am 19. und 20. Juli fanden in dem idyllischen Ort Schönborn im Elbe-Elster-Kreis in der Niederlausitz die Läufe 5 und 6 der D-Cup-Saison 2025 statt.

Als Fahrerlager standen wieder der angrenzende Sportplatz sowie die schattigen Flächen unter den Bäumen vor der Waldbühne zur Verfügung.

Nach der Begrüßung durch Fahrtleiter Marcel Bräuer am Samstag gedachten die Teilnehmer mit einer Schweigeminute Olaf Winde. Olaf hat sich – ohne viele Worte zu machen – nicht nur stark für den TSC Schönborn engagiert, sondern auch über viele Jahre als Spurenobmann in der DTSG gewirkt. Er hinterlässt einen großen Fußabdruck, und seine fachliche Meinung wird fehlen.

Optimale Bedingungen und spannende Wettbewerbe in Schönborn

Durch den Regen am Donnerstag und das sonnige Wetter am Wochenende waren die Bodenverhältnisse hervorragend. Obwohl die Sonne an beiden Tagen kräftig vom Himmel lachte, sorgten die hohen Bäume für angenehme Temperaturen in den Sektionen. Das Gelände ist mit viel Arbeit hervorragend hergerichtet und bot den Sektionsbauern eine Vielzahl an Möglichkeiten: Hänge mit losem Sand, Baumstämme, angelegte Feldsteinfelder, Schräghangpassagen und mehr.

Die Fahrerbesprechungen und Siegerehrungen fanden wie gewohnt vor der Waldbühne statt – ein Ort, der dem Geschehen stets eine besondere Atmosphäre verleiht.

Sektionen: lang, anspruchsvoll, klassikgerecht

Die Sektionen waren teilweise lang und anspruchsvoll, aber großzügig gesteckt und flüssig zu fahren – ideal für Klassiktrial. An beiden Tagen mussten die rund 60 D-Cup-Fahrer zehn Sektionen jeweils dreimal absolvieren. Für den Sonntag wurden zehn komplett neue Sektionen aufgebaut. Zusätzlich nutzten rund 20 Fahrer mit modernen Motorrädern die Gelegenheit, an einem Wettbewerb teilzunehmen.

Spannende Kämpfe in den Klassen

In Klasse 1 (Pre-65, gelbe Spur) lieferten sich Oliver Wirdel, Clemens Gellrich und Frank Borchers am Samstag mit je zwei Fehlerpunkten ein Kopf-an-Kopf-Duell. Auch nach Studium der Austragungsbedingungen blieben Oliver und Clemens gleichauf – beide belegten den ersten Platz in der Tageswertung. In der D-Cup-Wertung gib es keine Probleme, da Oliver mit einem Viertakter und Clemens mit einem Zweitakter unterwegs war. Am Sonntag fuhren Frank und Oliver erneut mit nur zwei Fehler durch die Sektionen, doch Clemens sicherte sich mit drei fehlerfreien Runden den Tagessieg.

In Klasse 2 (Pre-65, weiße Spur) siegte am Samstag Rainer Amerpohl mit nur einem Fehler. Am Sonntag hatte Paul Focking die Nase vorn, gefolgt von Rainer.

Klasse 4 war fest in der Hand von Klaus Nicolai und Hans Hammel, die an beiden Tagen mit viel Freude sowohl in den Sektionen als auch bei der Siegerehrung dabei waren.

Bei den Twinshockern auf blauer Spur setzte sich Jürgen Schmidt am Samstag knapp vor Lokalmatador Benito Bräuer durch. Am Sonntag drehte Benito den Spieß um und zeigte sein ganzes Können und fuhr auf Platz eins!

In der Luftgekühlt Modern-Klasse (LuMo, blaue Spur) dominierte Jens Lawinczak an beiden Tagen souverän.

Expertenklasse: Ein hart umkämpftes Feld. Ludwig Brei gewann am Samstag vor Uwe Liebig (jeweils fünf Fehler), Tobias Lichy vor Jan Carstens (jeweils zehn). Die Entscheidung brachten die Nullerrunden. Am Sonntag blieben Tobias und Ludwig beide fehlerfrei – den Ausschlag gab schließlich die Motorradklasse.

Bei den Fortgeschrittenen gewann Wilfried John am Samstag mit nur zwei Fehlern. Am Sonntag unterliefen ihm in der ersten Runde zwei Fünfer – ein grünes Tor in Sektion neun und ein ausgelassenes Tor in Sektion zehn. Dadurch konnte sich Wim van Lier den Tagessieg sichern. Enrico Dieke belegte an beiden Tagen Platz drei.

Musik, Ehrung und Dank

Vor der Siegerehrung spielte der Musikzug Schönborn noch einige Stücke. Anschließend wurde Klaus Nicolai zum Ehrenmitglied des TSC Schönborn ernannt – als Dank für sein langjähriges Engagement im Verein.

Ein ganz besonderer Dank geht an Marcel Bräuer für die hervorragend organisierte Veranstaltung. Wie immer gilt unser Dank auch allen Punktrichtern, Helfern, Sektionsbauern und dem Serviceteam – ohne euch wäre ein solches Wochenende nicht möglich!

Rückblick auf den D-Cup Leopoldshöhe

Text: Werner Corßen

Am 21. und 22. Juni setzte sich die D-Cup-Saison mit den Läufen 3 und 4 im Steinbruch der Familie Vollmer in Röntorf fort. Das Kalletal im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge bot wieder eine eindrucksvolle Kulisse für ein anspruchsvolles Trial-Wochenende.

Mit nur 200 km Anfahrtsweg für mich mal gleich „um die Ecke“. Aus der norddeutschen Tiefebene kommend ist die Zufahrt zum wunderschönen Weserbergland mit dem Anblick von dem Kaiser Wilhelm Denkmal an der „Porta Westfalica“ immer wieder schön.

Herausforderung: Hitze und Staub

Die Wettervorhersage ließ bereits ahnen: Besonders der Sonntag würde schweißtreibend werden. Das Fahrerlager war weitläufig im Steinbruch verteilt, bei insgesamt eher staubigen Bedingungen.

Sportleiter Arnold Reimann vom MSC Leopoldshöhe, unterstützt von Michi Stahn, sorgte für den reibungslosen Ablauf. Am Samstag traten 75 Fahrer auf 10 Sektionen in drei Runden an – fünf im Wald, zwei im Steinbruch und drei am Splithang. 

Die Sektionsbauer um Ulli Rührup (Ruppi) und Volker Richter hatten Unterstützung von Frank Zeidler. Der Schwerpunkt wurde weitestgehend auf das Fahren gelegt und auf Stufen verzichtet.

Die Sektionen am Steilhang mit losem Split stellten eine besondere Herausforderung dar: gleichmäßiges Gas, vorausschauendes Bremsen und eine stabile Körperhaltung waren entscheidend. Wer hier nicht mit Feingefühl agierte, blieb stecken oder rutschte gnadenlos abwärts.

Besonders erwähnenswert: An Sektion fünf standen zwei gut gelaunte Original-Schotten vom MSC Wüsten, die an beiden Tagen für gute Laune sorgten.

 

Sonntag: Weniger Sektionen, gleiche Spannung

Am Sonntag waren 66 Fahrer am Start. Um der vorhergesagten Hitze Rechnung zu tragen, wurden nur drei Runden mit acht Sektionen gefahren.

Sportliche Highlights

In der gelben Spur (Klasse 1) am Samstag Clemens Gellrich vor Frank Borchers ganz oben auf dem Treppchen. Am Sonntag tauschten sie die Plätze. In der Klasse eins gab es mit Norbert Johna und Stefen Lutz auch zwei Viertakt Unit Fahrer. An beiden Tagen Norbert vor Steffen.

In der weißen Spur war am Samstag Bernd Sattler auf seiner BMW mit nur 13 Fehlern auf Platz eins vor Werner Corßen mit dem Triumph Twin (15 Punkte) vor Eric Brandsmeier (19 Punkte). Paul Focking am Samstag noch im Mittelfeld zeigte am Sonntag mit nur 6 Fehlern eine beeindruckende Leistung. 

Franziska Tubes auf Dürkop MD 150 3 Gang in der Klasse pre 65 Historik an beiden Tagen ganz oben dem Treppchen. Die von Hans Reiter zur Verfügung gestellte Maschine hat schon einige Besonderheiten wie z.B. die Leerlauffalle. Also Kupplung und Kickstarter = Leerlauf. Schon beeindruckend was es für Finessen im Motorradbau bereits gab. Bei Interesse an dem schönen Pre-65-Motorrad kann man mit Hans verhandeln!

Die blaue Spur recht anspruchsvoll wurde an beiden Tagen von Thomas Baarz vor Andreas Kregel und Andre` Gemeinhardt gewonnen. Bei den LuMos waren Uwe Kelber am Samstag und Jens Lawinczak am Sonntag die Sieger.

Dank an das Team

Großer Dank geht an alle Helfer, Punktrichter, Sektionsbauer und Unterstützer – insbesondere Angela Spiekermann und Barbara Vollmer im Nennbüro und bei der Auswertung für ihre Freundlichkeit und Ruhe. 

Insgesamt ein rundum gelungenes Wochenende und hoffentlich bis spätestens 2026 wieder im Steinbruch von Fam. Vollmer im Kalletal.

Anmerkung: Bis zum Jahr 2030 sollen die Rekultivierungsmaßnahmen des Steinbruchs Vollmer zwischen Talle und Kirchheide abgeschlossen sein, plant die Untere Landschaftsbehörde des Kreises. Der 17 Hektar große Steinbruch in Röntorf soll zu einem Paradies für die Natur werden. Im Jahr 2020 begannen die Rekultivierung der Grube, die stellenweise 90 Meter tief ist und aus der noch einige Jahre Sandstein gewonnen wird.

Rückblick auf den D-Cup Zirndorf

Text: Werner Corßen
Am 17. und 18. Mai startete die D-Cup-Saison 2025 beim AMC Zirndorf im Ortsteil Wintersdorf (Landkreis Fürth). Seit 27 Jahren wird der Verein von Franz Grassinger als Vorsitzendem geführt – für insgesamt 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit wurde er kürzlich vom Landrat Bernd Obst geehrt.
Am Samstag begrüßte er die 70 Starterinnen und Starter gemeinsam mit Gustav Franke, dem neunfachen Deutschen Meister. Franke gewann im November 1964 auf einer Zündapp in Paris gegen die Trial-Legende Sammy Miller – ein legendärer Moment des Sports.

Ideale Bedingungen und engagiertes Team
Fahrtleiter Klaus Pawlik organisierte zusammen mit Adrian Franke und Bernd Zienert eine rundum gelungene Veranstaltung. Das Fahrerlager wurde in diesem Jahr erstmals auf die Wiese im hinteren Teil des Geländes verlegt, da der benachbarte Wertstoffhof zunehmend Fläche beansprucht. Dank des Engagements von Franz Grassinger bleiben Gelände und Vereinsheim aber weiterhin dem AMC erhalten. Es war ausreichend Platz für Wohnmobile, Wohnwagen und Tagesgäste vorhanden.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite: Sonnenschein an beiden Tagen, aber nicht zu heiß – ideale Bedingungen für Classic Trial.

Sportlicher Ablauf
Am Samstag fiel der Startschuss um 13 Uhr für vier Runden mit je acht Sektionen. Auch am Sonntag ging es mit demselben Modus um 10 Uhr weiter.
Wie üblich wurde im Vorfeld viel über die Sektionen diskutiert. Diese waren klassisch gesteckt – eher großzügig, mit wenigen Stufen, ideal für klassische Motorräder. Einige Fahrer wagten sogar den Wechsel von der weißen Spur zur gelben Expertenspur.

Sektionen mit Tücken
Sektion 1 forderte mit einer kniffeligen Einfahrt zwischen Bäumen und einer Ausfahrt im losen Sand. Fahrer der gelben und blauen Spur meisterten diese jedoch erstaunlich gut.
 Sektion 2 stellte mit Wurzeln und Sandkehren vor allem die schweren Spuren auf die Probe. In der ersten Runde kam es dort zu vielen Fehlerpunkten.

Im Trainingsgelände lagen die Sektionen 4 bis 8. Besonders Sektion 5 war am Sonntag mit einer Schräghangfahrt anspruchsvoll. Viele Fahrer wählten die Direktspur und mussten einen Sicherheitsfuß setzen – die alternative „Hasenspur“ war nicht einfacher und viele Fahrer blieben auch hier nicht fehlerfrei.
Ergebnisse & Highlights
·        Klasse 1: Oliver Wirdel (BSA) siegte am Samstag vor den Zweitaktern. Steffen Lutz – ehemals mit einem Zweitakter unterwegs, nun auf BSA-Viertakt – belegte Platz 6.
·        Klasse 2: Paul Focking brillierte sowohl am Samstag als auch am Sontag mit vier fehlerfreien Runden.
·        Klasse 3 (weiße Spur): Bernhard Buss (Ariel / Trialfreunde Donautal) mit vier „Nullern“ am Samstag und nur zwei Fehlerpunkten am Sonntag.
·        Klasse 6/11 (gelbe Spur, luftgekühlt): Tobias Schmidt (MSC Jura Heideck) gewann, nachdem Ludwig Brei in der vierten Runde in der letzten Sektion noch einen Fuß setzte.
 Uwe Liebig (Gefrees) kam mit 3 Fehlerpunkten auf Platz 3 – vor Jan Cartens (Heider Motorrad Club), der nur in Runde 1 sechs Fehler machte und danach fehlerfrei blieb.

Auch in den weiteren Klassen gab es spannende Positionskämpfe – die Saison verspricht einiges!

Dank & Ausblick
Ein herzliches Dankeschön an alle Punktrichter, Helferinnen und Helfer sowie das Serviceteam. Besonders hervorgehoben sei das Engagement der Sektionsbauer, die mit großem Gespür die Sektionen gesteckt haben – technisch anspruchsvoll, aber immer fahrbar.
So macht Classic Trial Spaß!

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